Altrhein (Restrhein)

Das Gold des Rheins

…„das Gold des Rheins waren einst silberne Fische (und dunkle Wolken von Insekten)“!

….. schweben nun erneut “dunkle” Wolken über dem Altrhein, ich meine da sicherlich nicht Wolken aus Insekten?!

…….. der Rhein ist ja bekanntlich eines der best untersuchten Gewässer Europas, ja vielleicht sogar der Welt. Wieso auch nicht, der Rhein ist die Lebensader aller Europäischen Anrainerstaaten, sei es als Verkehrsweg, Trinkwasserlieferant oder zur Energiegewinnung. Unzählige und Millionen teure Studien über seine Wasserqualität, seiner Fließeigenschaften, ……. zeigen , … der Rhein ist mehr als Gold wert.

Den Ruf als Kloake Deutschlands hat der Rhein, „Gott sei Dank“(!), seit langem los, obwohl mich die meisten Leute immer noch erstaunt Fragen, „Waaas (!), im Rhein gibt noch Fische und essen kann man die auch “! Dies weist auf einen hohen Grad an Unwissenheit hin, obwohl der Rhein schon seit Jahrzehnten eines der regelmäßigsten Themen in der Tagespresse war und ist. Leider beziehen sich die Meldungen/ Artikel meist nur auf Aspekte im Zusammenhang mit dem Projekt Lachs 2000, bzw. mit dem Hochwasserschutz am Rhein!

Dies ist soweit ja gut und recht, es ist schön das der Rhein wieder „genesen“ ist, aber die oben genannten Punkte sind nur eine Seite der Münze, …aber wie geht es eigentlich seinen ganz kleinen Bewohnern, z.B. den Wasserinsekten, den Wasserpflanzen, …? Wie werden diese teilweise sehr kleinen, aber doch recht wichtigen Lebewesen/Indikatoren behandelt und untersucht? Bisher habe ich noch keine Zeitungsartikel über den Zustand der “Rheininsekten” gelesen, ….. welche ebenso die Basis für einen gesunden Fischbestand bzw. eines funktionierenden Ökohaushalts bilden!

Untersuchungen/Aussagen von Biologen zeigen, dass der Reichtum der Wasserinsekten und anderen Wasserlebewesen bis zur Katastrophe Sandoz sehr gut war, dann sehr schlecht und Anfang der 90´ziger Jahre sich wieder zum besseren entwickelte. Neuere Untersuchungen zu diesem Thema gibt’s es leider nicht.

Ich meine, ungeklärte Fragen zum Thema Makrofauna im Altrhein gibt’s genügend, wenn man danach sucht und den „negativen“ Wandel mit eigenen Augen beobachten kann – z.B. Wie reagieren diese Lebensformen auf schnelle und durch Menschenhand hervorgerufene Veränderungen (z.B. hydraulischer Stress, durch Wasserkraftnutzung – Staustufe im Märkt) ? Was für Kettenreaktionen werden durch uns Menschen angestoßen (Belastung von Grundwasser mit neuen und z.T. in deren Wirkung “unbekannten” Stoffen), welche Veränderungen mit sich bringen, die “extreme” Biologische Wandlungen nach sich ziehen?

Das “beste” (aber auch negativste) Beispiel zum oben genannten ist die berühmte Rheinmücke – Oligoneuriella rhenana – (Eintagsfliegen-Art), die bereits am Rhein als ausgestorben gilt (die Gründe sind bekannt, es waren Bedingungen, welche der Mensch hervorgerufen hat!!!)…

Fragen über Fragen, welche wir uns bei jedem Treffen unserer kleinen Runde („Stammtisch“) stets aufs Neue stellen, aber keiner kann diese Fragen genau beantworten. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen – so kann es nicht weiter gehen, wir müssen die Antworten direkt vor Ort suchen, denn „zufliegen“ werden uns diese von alleine nicht.

So entstand aus einer „Bierlaune“ heraus die Idee einer Untersuchung der Makrofauna , bezüglich Fischnährtiervorkommen, am Altrhein (Rheinabschnitt Hartheim). Diese Analyse soll das Problem von der Wurzel her angehen/erklären und uns vielleicht die eine oder andere Antwort auf einer unseren Fragen liefern! Natürlich war von Anfang an klar, dass diese Analyse nur auf einen sehr kleinen Abschnitt ausgedehnt werden konnte, da wir ja alle berufstätig sind, nicht die Mittel / das Wissenschaftlich „Knowhow“ und vor allem auch nicht das Geld haben, um eine hochwissenschaftliche Untersuchung daraus zu machen. Aber lieber nur ein kleiner Versuch der Klärung, als tatenlos dasitzen und immer nur jammern! Aber immerhin, wir haben einige Fragen beantwortet bekommen und haben mittlerweile ein etwas anderes Bild über „Väterchen“ (Alt)Rhein erhalten.

Aber sehen Sie selbst was dabei rausgekommen ist.

Die Makrofauna Restrhein D-Hartheim – als PDF:
Untersuchung Restrhein Hartheim

weitere Artikel zum Alt-/Oberrhein:
Die Gewässergüte des Oberrheins – als PDF:
Gewaessergüte Oberrhein, von Dr.Georg Lutz

Untersuchung des Fischbestands – als PDF:
Untersuchung Fischbestand

Gewässerbilder vom Alt-/Oberrhein:
zu den Gewässerbildern

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